Warum kopieren Sie noch Daten, wenn Sie sie teilen könnten?

Stellen Sie sich vor, Sie haben endlich alle wichtigen Unternehmensdaten an einem Ort zusammengeführt. Doch dann möchte eine andere Abteilung die Daten kopieren – und plötzlich entstehen Kopien, Redundanzen und Inkonsistenzen.

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Adrian Bourcevet

Adrian Bourcevet

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Stellen Sie sich vor, Sie haben endlich alle wichtigen Unternehmensdaten an einem Ort zusammengeführt. Ihr Team kann darauf zugreifen, Analysen durchführen und wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Doch dann möchte eine andere Abteilung ebenfalls mit diesen Daten arbeiten – und plötzlich entstehen Kopien, Redundanzen und Inkonsistenzen. Ein Teufelskreis beginnt.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann sind Sie nicht allein. In vielen Unternehmen ist das Kopieren von Daten noch immer die Standardlösung, wenn mehrere Teams oder Systeme auf dieselben Informationen zugreifen müssen. Doch es gibt einen besseren Weg.

In diesem Artikel erfahren Sie, warum externer Storage in Kombination mit modernen Business Data Cloud-Lösungen wie Databricks und dem Unity Catalog die Art und Weise, wie wir mit Daten arbeiten, revolutioniert. Wir beleuchten die Vorteile der Zero-Copy-Architektur, zeigen typische Einsatzszenarien und geben Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen für Ihre eigene Datenstrategie.

Was bedeutet externer Storage in der Business Data Cloud?

Bevor wir in die Tiefe gehen, klären wir zunächst die Grundlagen: Bei externem Storage in der Business Data Cloud bleiben Ihre Daten in einem zentralen Objektspeicher wie AWS S3, Azure Data Lake Storage oder Google Cloud Storage. Anstatt die Daten in verschiedene Systeme zu kopieren, greifen alle Anwendungen, Analysetools und Nutzer direkt auf diese eine Datenquelle zu – mit entsprechenden Zugriffsrechten und Governance-Regeln.

Dies steht im Gegensatz zum traditionellen Ansatz, bei dem Daten für verschiedene Anwendungsfälle mehrfach kopiert und in unterschiedlichen Formaten gespeichert werden.

Die 6 wichtigsten Vorteile von externem Storage mit Databricks / Unity Catalog

Nicht fehlende Daten bremsen Unternehmen aus. Entscheidungschaos tut es.

Wir schaffen klare Entscheidungen auf greifbaren Fakten – damit aus Unsicherheit Umsetzung wird.

1. Zero-Copy-Architektur spart Kosten und reduziert Komplexität

Bei der Zero-Copy-Architektur bleiben Ihre Daten genau dort, wo sie sind – im externen Objektspeicher. Es entstehen keine redundanten Kopien, was nicht nur Speicherkosten spart, sondern auch die Komplexität Ihrer Datenlandschaft erheblich reduziert. Stellen Sie sich vor: keine widersprüchlichen Versionen mehr, keine aufwändigen Synchronisationsprozesse, keine Unklarheit darüber, welche Datenquelle nun die "richtige" ist.

2. Multi-Instanz-Nutzung ermöglicht echte Zusammenarbeit

Mit externem Storage können verschiedene Workspaces, Teams oder sogar externe Partner auf dieselben Datenquellen zugreifen – natürlich mit klar definierten Zugriffsrechten. Dies fördert die Zusammenarbeit und sorgt dafür, dass alle mit denselben Fakten arbeiten. Ein Vertriebsteam in Europa und ein Marketingteam in Asien können so beispielsweise auf exakt dieselben Kundendaten zugreifen, ohne dass Informationen dupliziert werden müssen.

3. Trennung von Compute und Storage bietet maximale Flexibilität

Einer der größten Vorteile des externen Storage-Ansatzes ist die Trennung von Rechenleistung und Datenspeicherung. Das bedeutet: Sie können die Rechenleistung flexibel hoch- oder herunterfahren, je nach aktuellem Bedarf – und bezahlen nur für das, was Sie tatsächlich nutzen.

4. Governance mit Unity Catalog sorgt für Ordnung und Sicherheit

Der Databricks Unity Catalog bietet einheitliche Beschreibungen, Metadaten und feingranulare Berechtigungen für Ihre Daten – unabhängig davon, wo diese physisch gespeichert sind. Dies sorgt für Konsistenz und Sicherheit, selbst wenn Ihre Daten in verschiedenen Buckets oder sogar verschiedenen Clouds liegen.

5. Offene Standards und Flexibilität verhindern Vendor Lock-in

Durch die Nutzung offener Formate wie Delta Lake, Apache Iceberg oder Parquet wird Ihr externer Storage universell nutzbar – auch außerhalb von Databricks. Dies verhindert einen Vendor Lock-in und gibt Ihnen die Freiheit, Ihre Technologie-Stack jederzeit anzupassen oder zu erweitern.

6. Kostenoptimierung durch günstigere Speicherlösungen

Günstige, skalierbare Objektspeicher wie S3 oder ADLS ersetzen teure proprietäre Datenbanken oder HANA-Storage für "Cold Data" – also Daten, die nicht ständig abgefragt werden. Dies kann zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.

Herausforderungen und wie Sie diese meistern

Natürlich bringt jede Technologie auch Herausforderungen mit sich. Hier sind die wichtigsten Aspekte, die Sie beim Einsatz von externem Storage in der Business Data Cloud beachten sollten:

Komplexität im Berechtigungsmanagement: Je mehr externe Buckets oder Container Sie nutzen, desto wichtiger wird ein sauberer Governance-Ansatz. Der Unity Catalog kann hier helfen.

Performance-Tuning für optimale Geschwindigkeit: Externer Storage ist in der Regel günstiger, aber potenziell langsamer als hochoptimierte interne Systeme. Für rechenintensive Szenarien sollten Sie Caching-Strategien oder eine optimierte Partitionierung Ihrer Daten in Betracht ziehen.

Know-how-Anforderungen an Ihr Team: Ihre Teams müssen verstehen, wie man Storage, Workspace und Compute sauber trennt und konfiguriert – sonst können Sicherheits- oder Kostenfallen entstehen.

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Über den Autor

Adrian Bourcevet

Adrian Bourcevet

Experte für Analytics, Daten und KI. Unterstützt Unternehmen dabei, aus Daten wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen.

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